Mein Name ist Christer Sjögren und ich habe viele Jahre als Tierarzt gearbeitet, sowohl als Distriktstierarzt mit allen Tierarten als auch in meiner eigenen Kleintierpraxis. Ich war auch in der Medikamentenforschung tätig.
Mauke, Raspe und Krätze sind recht hartnäckige Hauterkrankungen (Dermatitiden) bei Pferden.
Die Hautveränderungen sind hauptsächlich an den unteren Teilen der Pferdebeine lokalisiert. Befindet sie sich auf der Rückseite nahe dem Huf (in der Fesselbeuge), wird sie als Mauke bezeichnet, und weiter oben am Bein wird sie als Raspe benannt. Krätze tritt als schuppige, trockene Bereiche in Mähne und Schweif auf. Alle diese Zustände sind für das Pferd sehr störend, da sie mit empfindlicher, trockener, wunder Haut einhergehen, die Juckreiz und andere Irritationen verursacht. Die Zustände sind chronischer Natur und müssen intensiv behandelt werden. Es gibt eine gewisse Vererbbarkeit der Krankheit, z.B. tritt Mauke bei Kaltblutpferderassen überdurchschnittlich häufig auf, wobei bis zu 70 % der Pferde betroffen sein können. Weiße Haut/Haare in der Fesselbeuge erhöhen die Häufigkeit. Die Grundursache der Leiden ist teilweise unbekannt, aber das Auftreten nimmt zu, wenn der Boden auf den Weiden feucht und schlammig ist. Starke Sonneneinstrahlung kann prädisponieren, insbesondere bei Mähnen- und Schweifkrätze. Aber Bakterien sind oft beteiligt, wenn es um Mauke und Raspe geht. Fußräude kann ähnliche Veränderungen wie Mauke verursachen, muss aber anders behandelt werden. Bei diesen Zuständen verdickt sich die Haut, wird rissig und wund und wird zu einer Eintrittspforte für weitere Bakterien.
Die heute empfohlene Methode gegen Mauke und Raspe ist sowohl zeit- als auch arbeitsintensiv.
Man verwendet z.B. weichmachende Salben, und am häufigsten wird die Hautstelle auch mit einer 2%igen Chlorhexidinlösung gewaschen, diese 15 Minuten einwirken gelassen und anschließend mit Wasser abgespült. Sorgfältiges Trocknen ist wichtig. Dieser Vorgang wird täglich wiederholt, bis Mauke und Raspe abgeheilt sind, was lange dauern kann, manchmal mehrere Wochen. Indem man stattdessen Emollivet Combi auf die Hauterkrankung des Pferdes wie Mauke, Raspe und Krätze sprüht, muss man die Hautveränderung nicht berühren. Man sprüht die Haut einfach (man kann die Flasche sogar kopfüber halten) mit der Lösung aus 10-15 cm Entfernung ein. Es wird kein Wasser oder Ähnliches benötigt. Das Produkt enthält alles Notwendige: aus Soja gewonnenes Fett, bakterientötendes Chlorhexidin in optimaler Konzentration, Salicylsäure, die die Verhärtungen löst, alles in Alkohol gelöst, der schnell verdunstet. Die patentierte Technologie, auf der Emollivet basiert, nennt sich AKVANO® und bedeutet u.a., dass es kein Wasser enthält. Das Ergebnis ist, dass es absolut nicht klebrig ist und nur eine dünne Fettschicht hinterlässt, die weichmachend, auflockernd und bakterientötend wirkt.
Eine große Anzahl von Tests an Pferden mit Mauke hat positive Ergebnisse gezeigt.
Wird Mauke und Raspe nicht behandelt und schreitet fort, kann das Pferd an einer Krankheit namens Lymphangitis erkranken. Lymphangitis ist eine Entzündung der Lymphgefäße des Pferdes, und das Pferd bekommt oft stark geschwollene Beine, sogenannte Elefantenbeine, als Folge, wobei dieses Leiden chronisch werden kann, wenn es nicht rechtzeitig behandelt wird. Der Zustand kann Lahmheit und Fieber verursachen. In leichteren Fällen kann man es selbst behandeln, aber tierärztliche Hilfe kann notwendig sein.
Geschrieben von
Christer Sjögren
DVM, PhD, Dozent für Toxikologie & Pharmakologie
Emollivets Haustierarzt.
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